Wartung einer Brandmeldeanlage: Was muss man beachten?

In vielen Gebäuden ist der Einbau einer Brandmeldeanlage (BMA) vorgeschrieben. Als Gebäudebetreiber ist man dann nicht nur zur Installation einer solchen Anlage verpflichtet, sondern muss sich auch um die regelmäßige Wartung und Instandhaltung der BMA kümmern. Dazu gibt es strenge Vorschriften. Da man viele privatwirtschaftliche oder öffentliche Gebäude ohne eine funktionierende BMA überhaupt nicht nutzen darf, sollten die Besitzer von Anlagen oder Unternehmen unbedingt die regelmäßigen Wartungsintervalle einhalten.

Um als Betreiber einer Brandmeldeanlage allen Vorgaben zu entsprechen, sollte man wissen, wann die Wartung der Anlage vorgeschrieben ist und wer sie durchführen darf. Wir geben deshalb in diesem Artikel einen Überblick, wie die Wartung von Brandmeldeanlagen funktioniert – und warum professionelle Brandwachen dabei eine Rolle spielen.

Wartung einer Brandmeldeanlage Was muss man beachten

Welche Vorschriften gibt es für die Wartung einer Brandmeldeanlage?

Vorgeschrieben sind für Brandmeldeanlagen zum einen eine Inspektion im Vierteljahr sowie zum anderen einmal jährlich eine komplette Wartung der BMA. Bei der Inspektion wird die Anlage nur in Augenschein genommen und ihre Funktion wird kurz getestet, bei der Wartung wird sie auf Herz und Nieren überprüft.

Was passiert bei der vierteljährlichen Inspektion einer Brandmeldeanlage?

Im Rahmen der Inspektion, die bei den meisten BMA einmal im Quartal Pflicht ist, geht es vor allem um das Feststellen von außen erkennbarer Mängel an der Anlage. Dafür werden alle Komponenten der Brandmeldeanlage einer Sichtprüfung unterzogen. So lassen sich zum Beispiel Verschmutzungen feststellen, die die Funktionstüchtigkeit der BMA beeinträchtigen könnten. Auch sichtbare Beschädigungen werden bei der Inspektion der Brandmeldeanlage festgestellt.

In manchen Einrichtungen, wie beispielsweise Produktionsanlagen oder auch Lagerstätten, kann es innerhalb kürzester Zeit zu Verschmutzungen an wichtigen Bauteilen und Sensoren kommen – beispielsweise durch Rückstände von Baustoffen oder als Folge von Produktionsverfahren. Daher ist die Inspektion der BMA mehr als nur eine lästige Pflicht: Sie ist essentiell, um den Brandschutz im Gebäude zu gewährleisten.

Die Inspektion einer BMA schaut zudem darauf, ob sich Rahmenbedingungen in der Umgebung geändert haben. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein Gebäude umgenutzt wurde – und nun einem ganz anderen Zweck als vorher dient. Dadurch ändern sich nämlich auch die Anforderungen an den Brandschutz, und das macht häufig die Anpassung von anlagetechnischem Brandschutz wie einer Brandmeldeanlage nötig.

Im Rahmen der vierteljährlichen Inspektion werden auch die Rauch- und Handfeuermelder der Anlage ausgelöst, um festzustellen, ob die Alarm-Weiterleitung an die Zentrale funktioniert.

Welche Maßnahmen umfasst die Wartung einer BMA?

Die jährliche Wartung einer Brandmeldeanlage ist eine komplexe Aufgabe, die durch Fachkräfte durchgeführt wird. Sie umfasst Funktionschecks der einzelnen BMA-Bestandteile ebenso wie Sichtüberprüfungen und den Austausch von Verschleißteilen.

All diese Schritte gehören zur fachgerechten Wartung einer Brandmeldeanlage:

  • Sichtprüfung der BMA
  • Überprüfung der Rauchmelder
  • Auslösen sämtlicher Melder
  • Prüfung der Weiterleitung auf Notrufzentrale
  • Prüfung der Anzeige am Feuerwehr-Bedienfeld
  • Funktionstest der Brandfallsteuerung
  • Kontrolle der Systeme zur Störungserkennung
  • Austausch / Ersatz von Verschleißteilen

Sichtprüfung bei der Wartung einer Brandmeldeanlage

Im ersten Schritt gehen die für die Wartung der BMA zuständigen Fachleute sämtliche Bauteile der Anlage bei einer Sichtprüfung durch. Dabei werden Schäden festgestellt sowie funktionale Einschränkungen aufgrund von Verschmutzungen. Die Verschmutzungen können direkt beseitigt werden Schäden hingegen müssen repariert werden. Danach erfolgt eine erneute Überprüfung der Anlage.

Funktionstest der an die BMA angeschlossenen Rauchmelder

Die Rauch- und Brandmelder sind gewissermaßen die Augen und Ohren einer Brandmeldeanlage. Über optische Sensoren und Sensoren, die die verschiedenen Gase in der Zusammensetzung der Luft wahrnehmen, checken diese Systeme ständig ihre Umgebung. Sie sind unverzichtbar, um einen Entstehungsbrand im frühestmöglichen Stadium zu erkennen. Um zu überprüfen, ob alle Melder einwandfrei funktionieren, werden sie im Rahmen der Wartung einer Brandmeldeanlage gecheckt.

Auslösen aller Melder an der BMA

Die Funktionstüchtigkeit von Meldern an einer Brandmeldeanlage lässt sich am besten überprüfen, indem man die Melder auslöst. Da dies im Normalfall zu diversen Alarmmeldungen führt – von lauten Feueralarmen im Gebäude bis hin zu Meldungen an die Notrufzentrale – sollte das direkte Umfeld sowie natürlich die zuständige Zentrale im Vorfeld über die geplante Wartung der BMA informiert werden.

Check der Weiterleitung an die Zentrale

Moderne Brandmeldeanlagen sind auf eine Notruf- und Serviceleitstelle eines Sicherheitsunternehmens oder der örtlichen Feuerwehr aufgeschaltet. Im Rahmen der Wartung der BMA wird getestet, ob diese Weiterleitung reibungslos funktioniert und ob alle Anzeigen stimmen. Dazu muss sich der vor Ort befindliche Prüfer live mit den Servicekräften in der Zentrale abstimmen.

Die Weiterleitung der BMA-Infos und Meldungen an eine solche Notrufleitstelle ist ein wichtiger Teil der modernen Gebäudesicherheit. Denn dadurch ist gewährleistet, dass rund um die Uhr sämtliche von der BMA ausgehenden Informationen und Meldungen durch erfahrene Fachkräfte überwacht werden. Im Fall eines Alarms kann man so besonders schnell reagieren. Da es bei einem Brand um Minuten geht, ist die schnelle Reaktion extrem wichtig.

Prüfung der Anzeige am Feuerwehr-Bedienfeld

Ein wichtiger Bestandteil einer BMA ist das sogenannte Feuerwehr-Bedienfeld (FBF). Über dieses Bedienfeld kann die Feuerwehr schnell den aktuellen Zustand der Brandmeldeanlage abrufen. Bei der Wartung einer BMA wird daher auch die Funktionstüchtigkeit des Feuerwehr-Bedienfeldes überprüft.

Funktionstest der Brandfallsteuerung durch eine BMA

Eine Brandmeldeanlage ist auch dafür zuständig, im Fall eines Brandausbruchs die entsprechenden Maßnahmen zu steuern. Dazu gehört die Alarmierung zuständiger Stellen, aber auch die Steuerung direkter Brandbekämpfungsmaßnahmen wie beispielsweise Sprinkleranlagen. Zudem wird über die BMA der Gebäudealarm ausgelöst, um die Menschen im Gebäude bei Brandentwicklung zu warnen.

Für den reibungslosen Ablauf im Brandfall ist es essentiell, dass man sich in dieser Hinsicht komplett auf die BMA verlassen kann. Deshalb erfolgt im Rahmen der Wartung der Brandmeldeanlage auch ein Funktionstest dieser Funktionalitäten zur Brandfallsteuerung.

Kontrolle der Systeme zur Störungserkennung an einer BMA

Gesteuert werden die verschiedenen Funktionalitäten einer Brandmeldeanlage, von Monitoring über Sensoren bis hin zu Alarmmeldungen und Maßnahmen zur Brandbekämpfung, über die Brandmeldezentrale. Diese muss im Rahmen der Wartung einer BMA ebenfalls auf einwandfreie Funktionsweise getestet werden.

Austausch von Verschleißteilen an der Brandmeldeanlage

Diverse Bauteile einer BMA haben nur eine begrenzte Lebensdauer. Das trifft beispielsweise auf die Kunststofflinsen von Brandmeldern zu. Diese trüben sich durch materialbedingte Eigenschaften mit der Zeit ein. Auch an optischen Rauchmeldern, sogenannten Streulichtmeldern, kommt es nach und nach zu hellen Staubablagerungen in der mattschwarzen Messkammer. Daher ist es vorgeschrieben, solche Verschleißteile nach einem bestimmten Zeitraum auszutauschen.

Je nach Modell und Bauart unterscheiden sich die vorgeschriebenen Intervalle für den Austausch von Verschleißteilen wie Rauchmeldern. Manch ein Rauchmelder muss bereits nach fünf Jahren ausgetauscht werden, während andere Modelle acht Jahre lang betrieben werden dürfen, bevor sie ausgetauscht werden müssen. Das Fünf-Jahres-Intervall gilt für automatische punktförmige Melder, die keine automatische Kalibrierungseinrichtungen oder Verschmutzungskompensation besitzen. Acht Jahre Lebensdauer haben Rauchmelder, die über automatische Kalibriereinrichtungen oder Verschmutzungskompensation zur Anzeige einer zu großen Abweichung verfügen.

Da der großflächige Austausch von Rauchmeldern in großen Anlagen und Gebäuden ein zeit- und arbeitsaufwendiges Unterfangen ist, sollte man sich schon beim Einbau der Rauchmelder damit auseinandersetzen, welche der auf dem Markt befindlichen Modelle die beste Wahl sind. Denn die langlebigeren Modelle sind zwar oft kostenintensiver in der Anschaffung, müssen dafür aber nicht so schnell wieder gewechselt werden.

Unsere Brandschutz-Leistungen

Beseitigen von Brandlasten vor Beginn der Arbeiten

Freihalten von Rettungswegen und Notausgängen

Überprüfung von Brandschutzeinrichtungen wie Rauchmelder

Aufstellen von Brandposten direkt bei den feuergefährlichen Arbeiten

Einleitung von Maßnahmen zur Brandbekämpfung beim Entstehen von Bränden durch Funkenflug oder Hitzeentwicklung

Im Brandfall: Koordination mit örtlicher Feuerwehr

Im Brandfall: Unterstützung von Rettungs- und Evakuierungsmaßnahmen

Aufstellen von Brandposten für mehrere Stunden nach Beendigung der feuergefährlichen Tätigkeiten

Dokumentation der Brandschutzmaßnahmen bei feuergefährlichen Arbeiten

Wer darf die Wartung einer Brandmeldeanlage durchführen?

Die Vorgaben, wer die Wartung einer Brandmeldeanlage durchführen darf, sind streng. Zu finden sind diese Vorschriften in der DIN 14675. Diese DIN-Norm enthält generell alle Vorgaben zur fachgerechten Installation und dem Betrieb von Brandmeldeanlagen. Laut DIN 14675 dürfen nur zertifizierte Fachkräfte die Wartung einer BMA vornehmen. Zu diesem Zweck schließen Gebäudebetreiber in der Regel einen Wartungs- und Instandsetzungsvertrag mit einem entsprechend geeigneten Fachbetrieb ab.

Anders ist das übrigens bei der vierteljährlichen Inspektion: Diese darf nämlich auch durch speziell unterwiesene Personen erfolgen, die zum Betreiber eines Gebäudes gehören. Sprich: Als Einrichtung oder Unternehmen kann man einen Mitarbeiter dafür weiterbilden lassen, um die Inspektion der BMA durchzuführen. Wichtig ist, dass dabei genau Protokoll geführt wird, um die fachgerechte Inspektion zu dokumentieren.

Wartung einer BMA: Warum braucht man Brandwachen dafür?

Für die Wartung muss eine Brandmeldeanlage in aller Regel komplett oder teilweise abgeschaltet werden. Das bedeutet, dass die Anlage während der Überprüfung sämtlicher Melder und anderer Komponenten der BMA ihre eigentliche Aufgabe nicht erfüllen kann – nämlich den präventiven Brandschutz. Aus diesem Grund ist es oftmals vorgeschrieben, und generell unbedingt empfehlenswert, den Zeitraum der Wartung einer BMA durch professionelle Brandwachen zu überbrücken. In diesem Fall kommen dann erfahrene zertifizierte Brandschutzhelfer für Brandwachdienste vor Ort. Sie stellen sicher, dass sich in den von der Brandmeldeanlage zeitweilig nicht überwachten Bereichen keine Entstehungsbrände bilden. Im Brandfall unterstützen die Brandwachen auch die fachgerechte Brandbekämpfung und die Evakuierung des Gebäudes. Die Brandwachen übernehmen natürlich auch die Weiterleitung zur Feuerwehr bzw. Zentrale.

Auch beim Austausch von Rauchmeldern und ähnlichen Bauteilen müssen Brandwachen während der Arbeiten aufgestellt werden. Denn wenn die Augen und Ohren der Brandmeldeanlage wegen des Austauschs außer Betrieb sind, steigen natürlich die Brandgefahren. Schon aus Versicherungsgründen ist es deshalb vorgeschrieben, in solchen Momenten eine Brandwache aufzustellen.

Als bundesweit tätiger Fachbetrieb für Brandwachen, Brandwachdienste und Brandposten aller Art steht die Brandwache 24/7 GmbH den Betreibern von Anlagen und Gebäuden jederzeit mit erfahrenem Fachpersonal für Brandwachen bei einer BMA-Wartung, einer BMA-Inspektion oder auch beim Austausch von Rauch- und Brandmeldern zur Verfügung.

Gute Planung zahlt sich dabei übrigens aus: Je länger sich diese Brandwachdienste bei der BMA-Abschaltung im Voraus planen lassen, desto günstiger sind in der Regel die Kosten für solche Brandwachen.

Wichtige Infos für die Angebotserstellung wären:

Wo soll die Brandwache durchgeführt werden?
Auf welchen Zeitraum ist die Brandwache angelegt?
Welche Art von Tätigkeit soll abgesichert werden?
In welchem Umfeld finden die Arbeiten statt?
Gibt es ein aktuelles Brandschutzkonzept für den Betrieb – bzw. eine aktuelle Gefährdungsbeurteilung mit Blick auf Brandgefahren?

Wenn Sie uns diese Infos kurz durchgeben, können wir die Kosten für die notwendigen Brandwachen bzw. Brandsicherheitswachen kalkulieren und Ihnen ein Angebot erstellen.

Unser Einsatzgebiet erstreckt sich übrigens auf ganz Deutschland: Wir decken mit zuverlässigen Brandwachen und Evakuierungshelfern den professionellen Brandschutz sowohl in Ballungsräumen und Großstädten sowie auch in ländlichen Gegenden, Klein- und Mittelstädten ab.

Koordiniert werden die Einsätze über die Zentrale von Brandwache 24/7 in Frankfurt am Main, die Einsatz-Teams sind deutschlandweit verteilt und können bei dringendem Bedarf auch kurzfristig zur Verfügung stehen.

Nehmen Sie Kontakt auf

Hier können Sie uns eine Kontaktanfrage senden. Wir werden diese schnellstmöglich beantworten.

Unsere Leistungen

Brandposten nach Feuer

Brandwache auf Veranstaltungen

Brandwachen beim BMA Ausfall

Brandschutzkonzept

Brandwache feuergefährliche Arbeiten

Brandwache Baustelle

Brandwache beim Austausch Rauch- und Brandmeldern