Rauchmelder-Pflicht: Was muss man beachten?

In Innenräumen bestehen strenge Pflichten zur Absicherung gegen Brandgefahren durch Rauchmelder. Das gilt sowohl für private Wohngebäude wie auch für gewerbliche Immobilien.

Doch oft herrscht Unsicherheit, welche Pflichten es in Bezug auf Rauchmelder konkret gibt. Dabei geht es um Fragen wie: Wann müssen die Rauchsensoren z. B. turnusmäßig ausgetauscht werden? Wo genau müssen die Rauchmelder angebracht werden? Und welche Rauchmelder sind die richtigen für den konkreten Bedarf?

Wir geben deshalb in diesem Artikel einen Überblick, welche Pflichten es beim Einsatz von Rauchmeldern gibt und welche Arten von Rauchmeldern unterschieden werden.

Welche Pflicht hat man als Unternehmensbetreiber in Sachen Rauchmelder?

Als Unternehmer oder auch als Betreiber einer öffentlichen Einrichtung hat man eine sogenannte Fürsorgepflicht: Man ist für die Sicherheit der Menschen im eigenen Gebäude bzw. der eigenen Anlage verantwortlich. Das umfasst also nicht nur die Sicherheit für die eigenen Mitarbeiter, sondern auch für Besucher, Nutzer, Kunden oder Lieferanten.

Hinzu kommen Pflichten im Brandschutz des Gebäudes, die in der Bauverordnung festgehalten sind.

Relevante Normen und Gesetzesvorgaben zu Rauchmeldern am Arbeitsplatz

In verschiedenen Regelwerken sind Vorgaben zum Einsatz von Rauchmeldern in gewerblichen oder öffentlichen Gebäuden zu finden. Um keine Vorgabe zu übersehen, die für den eigenen Betrieb relevant ist, sollten Gebäudebetreiber alle in Frage kommenden Regelwerke hinsichtlich der Vorschriften zur Rauchmelderpflicht konsultieren – beziehungsweise, sich von erfahrenen Spezialisten im Brandschutz beraten lassen.

In diesen Gesetzen und Normen sind Vorgaben zur Rauchmelder-Pflicht für Unternehmen und Einrichtungen zu finden:

  • Arbeitsschutzgesetz
  • Technische Regel für Arbeitsstätten (ASR A2.2)
  • Landesbauordnungen
  • Brandschutzordnung
  • Produktnorm DIN 14604
  • DIN-Norm 14676
  • Prüfzeichen und Siegel

Arbeitsschutz und Arbeitsstätten-Regelungen

Da die Rahmenbedingungen für den Brandschutz in unterschiedlichen Branchen und Räumlichkeiten sehr unterschiedlich sind, werden Vorgaben zum Einbau von Meldesystemen wie Rauchmeldern auch in den Arbeitssicherheitsverordnungen geregelt. Diese sollte man unbedingt konsultieren, um beim Einbau von Rauchmeldern konform zu den Vorgaben für die jeweilige Umgebung zu sein. Verbunden ist damit oft die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung, in der dann die Rauchmelder als Schutzmaßnahme im Brandschutz aufgeführt wird.

Rauchmelder sind Landessache

Da die Rauchmelderpflicht in den Landesbauordnungen geregelt ist, obliegt diese Pflicht den einzelnen Bundesländern. Jedoch unterscheiden sich die Vorschriften von Bundesland zu Bundesland kaum.

Generell gilt in allen Bundesländern eine Installationspflicht für Rauchmelder bei Neu- und Umbauten – und das seit 2016. Bei Bestandsbauten unterschieden sich die Vorgaben bislang in einigen Punkten, sind aber seit Kurzem (Ende 2023) vereinheitlich worden. Es gilt: Auch Bestandsbauten müssen lückenlos mit Rauchmeldern ausgestattet werden.

Die Bedeutung der firmeninternen Brandschutzordnung

Brandschutzordnungen sind Infos zum Brandschutz und dem Verhalten im Brandfall in Gebäuden und Anlagen. In manchen Bundesländern sind die Betreiber von Unternehmen oder Einrichtungen dazu verpflichtet, solche Brandschutzordnungen auszuhängen – in anderen Bundesländern gibt es diese Pflicht nicht.

Generell ist es jedoch immer ratsam, die Menschen in einem Gebäude über den Brandschutz und die Verhaltensregeln vor Ort zu informieren. In einer Brandschutzordnung werden auch spezifische Informationen zur Brandbekämpfung festgehalten, die sich an „Insider“ wie Brandschutzbeauftragte und Evakuierungshelfer richten.

Warum ist die Produktnorm DIN 14604 so wichtig?

In deutschen Firmen, Einrichtungen und Privatwohnungen dürfen nur Rauchmelder eingebaut werden, die der Produktnorm DIN 14604 entsprechen. In dieser Norm ist genau vorgegeben, welche funktionalen Eigenschaften ein Rauchmelder mitbringen muss.

So sind beispielsweise Vorgaben zur Mindestlaufzeit für die Batterien bei einem Rauchmelder festgehalten. Ebenfalls ist vorgeschrieben, dass ein Rauchmelder sich ohne eingelegte Batterie nicht schließen lässt – um zu verhindern, dass irrtümlich oder bewusst die Batterien der Rauchmelder entfernt werden.

In der Produktnorm DIN 14604 sind zahlreiche Kriterien festgelegt, die die Geräte erfüllen müssen. Zu den notwendigen Funktionstests gehören zum Beispiel der Rauchkammertest, der Test der Batteriestörungsmeldung, der Temperaturwechseltest, der Test der Lautstärke des Alarmsignals, die Prüfung der Funktion des Testknopfes, die elektromagnetische Verträglichkeit und die Fremdkörperempfindlichkeit.

Eine weitere wichtige DIN-Norm für Rauchmelder ist die DIN-Norm 14676. Darin ist festgelegt, dass Rauchmelder im Wohnbereich nach zehn Jahren ausgetauscht werden müssen.

Die DIN 14675 wiederum macht die Vorgaben zum Austausch für Rauchmelder in gewerblich genutzten Gebäuden.

Warum der Buchstabe „Q“ bei Rauchmeldern so wichtig ist

Beim Kauf von Rauchmeldern sollte man unbedingt darauf achten, dass diese das Qualitätssiegel „Q“ tragen. Denn das „Q“ steht bei Rauchmeldern für geprüfte Qualität – und gilt europaweit. Mit „Q“ zertifizierte Rauchmelder haben einen aufwendigen Test bei unabhängigen Instituten bestanden. Die Kriterien für diese Zertifizierung wurden vom deutschen Forum Brandrauchprävention e.V. entwickelt.

Weitere wichtige Zertifizierungen für Rauchmelder sind das CE-Zeichen, das VdS-Prüfsiegel sowie Prüfsiegel des TÜV.

Welche Arten von Rauchmeldern gibt es?

Man hat beim Einbau von Rauchmeldern mehrere Systeme zur Auswahl. Diese unterscheiden sich vor allem darin, wie die Sensoren arbeiten. Jedes der Systeme hat seine eigenen Vor- und Nachteile.

Unter diesen Systemen für Rauchmelder können Sie wählen, um Ihrer Rauchmelderpflicht im Unternehmen oder einer öffentlichen Einrichtung nachzukommen:

  • Optische Rauchwarnmelder
  • Rauchmelder mit Hitzewarnfunktion
  • Funk-Rauchmelder

Unsere Brandschutz-Leistungen

Beseitigen von Brandlasten vor Beginn der Arbeiten

Freihalten von Rettungswegen und Notausgängen

Überprüfung von Brandschutzeinrichtungen wie Rauchmelder

Aufstellen von Brandposten direkt bei den feuergefährlichen Arbeiten

Einleitung von Maßnahmen zur Brandbekämpfung beim Entstehen von Bränden durch Funkenflug oder Hitzeentwicklung

Im Brandfall: Koordination mit örtlicher Feuerwehr

Im Brandfall: Unterstützung von Rettungs- und Evakuierungsmaßnahmen

Aufstellen von Brandposten für mehrere Stunden nach Beendigung der feuergefährlichen Tätigkeiten

Dokumentation der Brandschutzmaßnahmen bei feuergefährlichen Arbeiten

Optische Rauchwarnmelder

Optische Rauchmelder, auch als fotooptische Rauchwarnmelder bezeichnet, funktionieren nach dem Streulicht-Prinzip: Das Gerät sendet über eine Diode Licht in Form eines Infrarot- oder Laserstrahls aus.

Diese Diode befindet sich in der Rauchkammer im Inneren des Geräts. Wird der Lichtstrahl auf den optischen Sensor des Rauchmelders zurückgeworfen, löst er Alarm aus.

Denn klare Luft reflektiert das Licht nicht – Rauchpartikel, die in die Rauchkammer eingedrungen sind, tun dies jedoch. Daher schließt der optische Rauchmelder bei reflektiertem Licht darauf, dass sich Rauch in der Luft befindet.

Dieses System ist weit verbreitet, hat jedoch den Nachteil, dass es zu Fehlalarmen neigt, sobald die Luft nicht völlig klar ist. Schon aufsteigender Wasserdampf, der bei zahlreichen Abläufen in Produktionsbetrieben oder industriellen Räumlichkeiten entsteht, löst bei diesen Geräten einen Alarm aus.

Rauchmelder mit Hitzewarnfunktion

Hitzewarnmelder reagieren nicht auf reflektierte Rauchpartikel, sondern auf einen schnellen Temperaturanstieg. Der Nachteil: Die Hitzewarnmelder reagieren oft deutlich später als optische Rauchmelder auf einen Brand.

Funk-Rauchmelder

Setzt man Funkt-Rauchmelder ein, so schafft man ein Netzwerk aus miteinander verbundenen Rauchmeldern. Der klare Vorteil: Wenn ein Gerät Alarm schlägt, löst dies auch bei den anderen angebundenen Rauchmeldern einen Alarm aus.

Dadurch kann beispielsweise ein komplettes Gebäude gewarnt und schnell evakuiert werden, wenn an einer Stelle ein Entstehungsbrand bemerkt wird.

Der Nachteil solch vernetzter Systeme: Bei einem Fehlalarm wird enormer Aufwand betrieben, der sich im Nachhinein als nicht notwendig erweist.

Für den Brandschutz in gewerblichen Gebäuden sind vernetzte Funk-Rauchmelder inzwischen Standard. Denn frühestmögliche Brandwarnungen werden im Allgemeinen als wichtiger eingestuft als der durch mögliche Fehlalarme entstehende Aufwand. Gesteuert werden die vernetzten Rauchmelder über die Brandmeldezentrale eines Gebäudes.

Unsere Leistungen

Brandposten nach Feuer

Brandwache auf Veranstaltungen

Brandwachen beim BMA Ausfall

Brandschutzkonzept

Brandwache feuergefährliche Arbeiten

Brandwache Baustelle

Brandwache beim Austausch Rauch- und Brandmeldern

Wichtige Infos für die Angebotserstellung wären:

Wo soll die Brandwache durchgeführt werden?
Auf welchen Zeitraum ist die Brandwache angelegt?
Welche Art von Tätigkeit soll abgesichert werden?
In welchem Umfeld finden die Arbeiten statt?
Gibt es ein aktuelles Brandschutzkonzept für den Betrieb – bzw. eine aktuelle Gefährdungsbeurteilung mit Blick auf Brandgefahren?

Wenn Sie uns diese Infos kurz durchgeben, können wir die Kosten für die notwendigen Brandwachen bzw. Brandsicherheitswachen kalkulieren und Ihnen ein Angebot erstellen.

Unser Einsatzgebiet erstreckt sich übrigens auf ganz Deutschland: Wir decken mit zuverlässigen Brandwachen und Evakuierungshelfern den professionellen Brandschutz sowohl in Ballungsräumen und Großstädten sowie auch in ländlichen Gegenden, Klein- und Mittelstädten ab.

Koordiniert werden die Einsätze über die Zentrale von Brandwache 24/7 in Frankfurt am Main, die Einsatz-Teams sind deutschlandweit verteilt und können bei dringendem Bedarf auch kurzfristig zur Verfügung stehen.

Referenzen (kleine Auswahl)

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Rauchmelder mit fester oder austauschbarer Batterie wählen?

Die meisten modernen Rauchmelder enthalten eine fest verbaute Batterie, die mindestens zehn Jahre Lebensdauer hat. Nur noch selten gibt es Modelle mit austauschbaren Batterien, die bei nachlassender Batteriestärke einen Warnton von sich geben.

Geräte mit fest eingebauter Batterie sind deutlich zuverlässiger und verursachen weniger Aufwand.

Wie oft müssen Rauchmelder gewartet werden?

Rauchmelder im gewerblichen Umfeld sowie auch in Mietwohnungen, öffentlichen Einrichtungen und allen anderen Gebäuden müssen einmal im Jahr gewartet werden. Dazu sollte man eine Fachfirma beauftragen. Das ist allein schon aus Haftungsgründen sinnvoll, falls es später zu einem Brandausbruch kommt. Denn dann kann man nachweisen, dass die Rauchmelder fachgerecht gewartet wurden.

Es findet in der Regel eine Wartung inklusive Test der Rauchmelder vor Ort statt sowie bei vernetzten Systemen zusätzlich eine Fernwartung über Funk.

Wann muss man Rauchmelder austauschen?

Spätestens nach zehn Jahren müssen Rauchmelder ausgetauscht werden. Doch dieser großzügige Zeitraum gilt nur für den Einsatz im privaten Wohnumfeld. Rauchmelder in Betrieben und anderen gewerblich oder öffentlich genutzten Anlagen haben üblicherweise höchstens acht Jahre Lebensdauer. Dies gilt zumindest dann, wenn die Geräte mit einer sogenannten Verschmutzungskompensation ausgestattet sind. Rauchmelder im gewerblichen Bereich ohne diese Zusatzeinrichtung müssen sogar alle 5 Jahre gewechselt werden.

Für den Austausch von Rauchmeldern in gewerblichen oder öffentlichen Einrichtungen sollte ein Fachbetrieb beauftragt werden. Während des Austauschs ist es wichtig, Brandwachen aufzustellen. Denn wenn die Meldesysteme außer Betrieb sind, steigt die Brandgefahr.

Wozu dient der Druckknopf auf einem Rauchmelder?

Der Knopf auf der Oberfläche eines Rauchmelders ist zum Test gedacht. Man kann durch Drücken dieses auch als Prüftaste bezeichneten Elements feststellen, ob der Rauchmelder funktioniert. Er sollte dann einen lauten Piepton von sich geben. Zudem dient die Taste oft als Aktivierungsknopf, um Rauchmelder bei einem Fehlalarm abzuschalten.

Wie muss man Rauchmelder pflegen?

Damit ein Rauchmelder in der jahrelangen Einsatzzeit bis zu seinem Austausch voll funktionstüchtig bleibt, ist die richtige Pflege wichtig. So sollte Staub an dem Rauchmelder mindestens zweimal jährlich, in staubigen Umgebungen sogar deutlich häufiger abgesaugt werden. Denn Staub kann die Rauchkammer verschmutzen und für Fehlalarme sorgen. Auch das regelmäßige Abwischen der Oberfläche mit einem trockenen Staubtuch ist sinnvoll.

Montage der Rauchmelder: Was muss man beachten?

Rauchmelder zu montieren, kann man im privaten Umfeld zwar selbst bewerkstelligen. In Betrieben, öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen aller Art sollte man dies jedoch einem Fachbetrieb überlassen.

Die folgenden Vorgaben sollten bei der Montage von Rauchmeldern immer beachtet werden:

  • Montage erfolgt mittig im Raum an der Decke.
  • Die maximale Raumhöhe für den Einsatz von Rauchmeldern beträgt 6 Meter.
  • Pro Rauchmelder kann man maximal 40 qm Fläche abdecken. Daher braucht man bei größeren Räumen mehrere Rauchmelder.
  • Rauchmelder müssen immer waagerecht montiert werden.
  • Der Abstand eines Rauchmelders zur nächsten Wand sollte mindestens 60 cm betragen.
  • Für Räume mit häufiger Rauchentwicklung – wie Küchen oder Produktionshallen – kann man statt Rauchmeldern auch Hitzewarnmelder anbringen.

Brandwachen beim Austausch der Rauchmelder einsetzen

Wenn die Rauchmelder in einem Gebäude oder einer Anlage ausgetauscht werden müssen, sind Brandwachen Vorschrift. Da durch das Abschalten der Meldesysteme ein wichtiges Element im anlagetechnischen Brandschutz fehlt, übernehmen Personen als Brandwachdienste deren Funktion. Als Brandwache beim Austausch von Rauchmeldern dürfen nur zertifizierte Brandschutzhelfer zum Einsatz kommen.

Gern unterstützt die Brandwache 24/7 GmbH als deutschlandweit tätiger Fachbetrieb für Brandwachen Sie dabei, wenn Sie während des Austauschs oder der Wartung Ihrer Rauchmelder erfahrene Profis für Brandwachdienste benötigen.